Es ist dunkel, kalt. Der Wind weht mir um die Ohren. Vor etwa zwei Sekunden habe ich aus Versehen meine Spitzen angebrannt, als ich mir eine Zigarette angezündet habe. Ich bin so eine Idiotin. Doch die Zigarette war nötig. Nach den zahlreichen Tränen. Heute hatte ich wieder eine Fahrstunde. Sie war schrecklich und ich war wirklich schon im Auto kurz vorm Zusammenbruch. Nächste Woche steht die Prüfung an. Ich weiß wirklich nicht, wie ich das schaffen soll. Angst. Angst vor der Zukunft. Es ist im Moment alles ziemlich viel. Keith hat mich aber wirklich aufgemuntert. Nur wegen ihm, konnte ich wenigstens für eine kurze Zeit mein Lächeln wiederfinden. Ich bin so froh ihn zu haben. Montagnachmittag war ich bei ihm. Es war ein Krankenbesuch, weil er sich eine Platzwunde am Kopf zugezogen hat. Fragt bitte nicht wieso, die Ursache ist ziemlich idiotisch, aber auch etwas lustig. Ich musste lachen, als er mir es erzählt hat. Bei ihm zuhause saß ich neben ihm während sein Bruder anrief. Er wohnt in Köln und wollte sich nach ihm erkunden, nachdem er von seinem Unfall gehört hat. Sie redeten und natürlich kam die Frage, wie es mit Keith nach dem Abitur weitergehen soll. Er hat sich für ein paar Studiengänge eingeschrieben. Zuerst will er nach Freiburg, danach nach Hamburg. In meinen Gedanken wuchs die Angst. Ich hatte sofort Angst um unsere Beziehung. Noch nie passte es so gut mit einem Jungen, wie mit ihm. Es ist perfekt. Doch ich werde ihn so gut wie nie sehen. Warum kann er nicht bei mir bleiben? Wenigstens in der Nähe? Schon jede Nacht bedauere ich es, wenn er nicht neben mir in meinem Bett liegt, wie soll ich es dann schaffen?
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