Ein Tag heute, den sich keiner wünscht. Aus meiner Angetrunkenheit von gestern habe ich somit Ben geschrieben. Ich schaute mir aus Langeweile seinen Tumblr an. Er war so traurig, voller Gefühle, dass er allein sein würde. Ich fragte ihn, warum er so allein sei. & er schrieb: ist halt so :o. Aus dieser Antwort machte ich mir nichts draus. Ich sah sie heute morgen. Mir war sie vollkommen egal. Der Tag war ganz okay. Außer, dass ich wegen gestern Abend etwas kaputt war, ging es mir gut. Kein Grund für Traurigkeit. Nur Müde. Mehr nichts.
In Italienisch bin ich mit einem Kurs mit Ben. Den gesamten Tag haben wir uns ignoriert. In jeder Pause, in jeder Stunde. Als ich in der 6. Stunde an seinen Tisch vorbeigehen musste, schaute er mich nicht an & sagte zu mir einfach nur eins: Stalker.
Ich war sprachlos. Entschuldigte mich. Sagte, dass ich nicht nüchtern gewesen bin. Das war's. Der Tag war für mich gelaufen. Dieses eine Wort hat mich vollkommen auseinander gerissen. Noch nie hat mich jemand Stalker genannt. Noch nie in meinem gesamten Leben. Ich habe mich doch nur für ihn interessiert. Im freundschaftlichen Sinne. Er kannte meinen Tumblr, ich kannte Seinen. Es war ein großes Vertrauen, welches ich nicht einfach so ausnutzen wollte. Er hätte mit mir reden können. Ich hätte ihn mit seinen Problemen verstehen können. Es wäre nichts dabei gewesen. Doch als er das zu mir meinte, hätte ich sofort losheulen können. Ich weiß es nicht wieso. Ich folge ihm nicht mehr. Soll er machen was er will. Kein Interesse.
Nach der Schule wartete ich auf den Bus. Kopfhörer im Ohr, Phoenix an. Ich war gerade am nachdenken über alles. Es ist so erbärmlich. Die letzten Tage lief alles perfekt. Keine Sorge um irgendwas. Jetzt geschah so eine Kleinigkeit & plötzlich kommt alles hoch. Immer. Immer, wenn dann etwas passiert. Es kann auch so klein sein, kommt alles hoch. Die Probleme mit meinem Körper, die schreckliche Erinnerung an die Nacht mit Lucas. Es ist alles da. & ich kann, wenn ich traurig bin, auch nicht aufhören daran zu denken. & das zieht mich noch mehr runter. Inmitten meiner Gedanken stellte sich Ben zu mir. Wir redeten kein Wort, bis ein Freund von uns kam. Wir redeten zu dritt & als ich aus dem Bus aussteigen musste, sagten wir nur dumpf zueinander Ciao. Zuhause angekommen wurde erstmal geweint, gegessen & ein schlechtes Gewissen geschoben. Ein ewiger Kreislauf der nie aufhören wird. Nie.
Der Tag verlief so, dass ich mich in mein Bett verkrochen habe & Looking For Alaska gelesen habe. Ich bin trotzdem tot müde. Vom Weinen, vom Liegen. Gute Nacht!
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