Eine Woche voller Tränen & Lachen liegt hinter mir. Der schlimmste Tag war der Donnerstag. Schon ab der ersten Schulstunde stand für mich fest, dass ich es nicht bis zur 8. Stunde aushalten würde. Ich wurde nach meiner Begrüßung zu meinen Mitschülern komplett ignoriert. Das setzte erstmal fest, doch als ich dann im Unterricht ausgelacht wurde, nur weil ich etwas verwechselt habe, war der Tiefpunkt schon nahe erreicht. Ich beschloss noch zwei weitere Stunden zu bleiben, weil diese meine Leistungskurse waren. Die nächste Stunde stand an: Biologie & dies bei einem meiner Stufenleiter! Die Tränen standen mir schon sehr nahe, doch ich musste nur noch zu ihm hingehen & mich abmelden lassen. Ich schätze, dass es ihm schon von Anfang klar gewesen ist, dass ich nichts ernsthaftes habe, wie z.B. Kopf- oder Bauschmerzen, doch ich wollte nur noch weg. Als er fertig war, kamen mir sofort nach dem Verlassen des Raumes die Tränen. Alles, was ich in den vergangenen vier Stunden aufgestaut habe, kam hervor. Meine Freundinnen sahen mich, weil sie in ihrer Freistunde in der Pausenhalle saßen, doch sagten nichts. Nur noch weg. Ich konnte mich sowieso nur noch darauf konzentrieren, wie scheiße alles ist. Die Depression herrschte über mich. Zuhause machte ich nichts. Serien, Blogs & Tumblr sorgten für Ablenkung. Mein Vater kam gegen 19 Uhr nach Hause & ich musste ihm es erzählen, weil ich seine Unterschrift für die Abmeldung brauchte. Weil er schon vieles von mir weiß, was die Depression, das Kotzen oder sonst was betrifft, fiel es mir nicht ganz so schwer. Ich brach jedoch in Tränen aus, doch er munterte mich auf. Erklärte mir, dass alles besser wird, ich keinen Grund hätte mich fett zu fühlen, weil ich wunderschön sei & für diese Worte danke ich ihm sehr.
Freitag ging es schon viel besser. Obwohl Freitag, der 13. war, verlief der Tag wirklich gut. Ich hatte die gesamte Woche so eine Angst, Lucas zu begegnen, doch er war nicht da. Ich wüsste ehrlich gesagt nicht, wie ich dann reagiert hätte. Ich will es aber auch ehrlich gesagt nicht wissen. Da Lucas nicht da war, konnte ich unbeschwert feiern. Tanzen, trinken & coole Leute. Ich habe das Leben in dem Moment so geliebt. Blöd war nur, dass ich mich am nächsten Morgen wie ein Zombie zur Arbeit schleppen musste. Es war die Hölle. Nach der Arbeit war ich mit meinem Vater in Köln, wo ich ein paar schöne Sachen gefunden habe. Als wir abends noch meine Mutter & meine Tante vom Hauptbahnhof abgeholt haben, war ich überglücklich. Sie waren von der Arbeit aus in Berlin gewesen & sie hat mir so gefehlt! Nachdem wir die beiden abgeholt haben, fuhr mein Vater mich noch zu Kira, wo ebenso auch Lara war. Kira war nämlich auch nicht da & eine Woche in London gewesen. Ich will auch so gerne mal nach London, doch ich glaube es wird kein Moment vergehen, an dem diese Stadt mich nicht an Lucs erinnern würde. Ich erinnere mich noch, wir saßen in seinem Zimmer, Arm in Arm, schauten uns die Bilder von seinem Trip an. Es ging mir da so gut, doch das war alles nur seine Scheinheiligkeit. Jetzt geht es mir besser. Ich habe es hinter mir geworfen. Diese schrecklicher Erinnerung.
Es tut mir so leid, dass ich in letzter Zeit nicht so viel bloggen kann. Schule stresst nun mal, aber ich gebe mein Bestes, so oft wie es geht die Zeit dafür zu finden! :-*
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